Andrea Hoff und die Bildnerische Werkstatt

Ausstellung
KulturAmbulanz
Datum: Sonntag, 28. November 15:00

Andrea Hoff Mischtchnik auf Karton
Andrea Hoff Mischtchnik auf Karton
Andrea Hoff Mischtchnik auf Karton
Kunsthistoriker Rüdiger Wollschlaeger führt durch die Sonderausstellung.

Andrea Hoff hat keine große Künstlerbiografie und auch keine lange Ausstellungsliste. Diese erste große Einzelausstellung ihrer Bilder, die im Oktober dieses Jahres im Krankenhaus-Museum eröffnet wurde, konnte sie nicht mehr miterleben. Sie starb bereits 2008 mit gerade einmal 47 Jahren. Aber Andrea Hoff hat ein umfangreiches künstlerisches Werk hinterlassen, aus der die Ausstellung „Dr. Schmidt. Wenn man Feierabend hat, kann man machen, was man will“, entstanden ist. Woher kamen ihre Bildideen? Wie fand sie zu dieser einzigartigen Bildsprache? Und wie hat Andrea Hoff gearbeitet? Fragen wie diese beantwortet am Sonntag, 28. November, Kunsthistoriker Rüdiger Wollschlaeger vom Referat Öffentlichkeitsarbeit der Rotenburger Werke, der Andrea Hoff persönlich kannte. Er führt Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung.
Beginn ist 15 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro.



Zur Ausstellung:
Andrea Hoff lebte für die Kunst. Für ihre Kunst. Sie arbeitete, wann immer möglich, in der
Bildnerischen Werkstatt der Rotenburger Werke. Wenn das Atelier abends die Türen
schloss, klemmte sie sich ihre große Mappe unter den Arm und zeichnete, malte, collagierte,
schneiderte und häkelte sie in ihrer Wohngemeinschaft weiter. Es entstanden unzählige
kleine und auch sehr großformatige Bilder in einem ganz eigenen Stil irgendwo zwischen
Ikone und Comic. Flächig, farbintensiv, bildgewaltig. Bilder voller Energie, Humor und Poesie
und von beeindruckendem Ausdrucksvermögen.
Das Krankenhaus-Museum zeigt nun gemeinsam mit der Bildnerischen Werkstatt der
Rotenburger Werke erstmals das umfassende Werk von Andrea Hoff. Im Mittelpunkt der
Ausstellung „Dr. Schmidt. Wenn man Feierabend hat, kann man machen, was man will“
stehen die Bilder um Dr. Schmidt. Den Arzt gab es wirklich, ob er tatsächlich so hieß, wissen wir nicht. In ihrer Verliebtheit malte sie sich ihn im wahrsten Sinne des Wortes aus. Viele ihrer Arbeiten überklebte Andrea Hoff zusätzlich mit transparentem Klebefilmstreifen – akkurat Streifen für Streifen – um sie noch glänzender und vielschichtiger wirken zu lassen.
Viele ihrer Künstlerkolleginnen- und Kollegen erinnern sich noch an die typische
Soundkulisse vom Ziehen und Abreißen der Streifen.
Das Team der Bildnerischen Werkstatt der Rotenburger Werke hat das Gesamtwerk von
Andrea Hoff für diese Ausstellung noch einmal neu gesichtet, mit Zeitzeugen gesprochen,
die Andrea Hoff begleitet haben, und viele ihrer Bilder liebevoll mit professionell
handgefertigten Rahmen versehen. Martin Voßwinkel, Leiter der Bildnerischen Werkstatt,
freut sich sehr über die Möglichkeit, diese Bilder zusammenhängend in einer großen
Ausstellung zeigen zu können: „Das ist eine tolle Möglichkeit, diese wirklich ungewöhnlichen
Arbeiten das erste Mal in dieser Breite der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Und Andrea
hätte das sicher auch gefallen.“
Das Krankenhaus-Museum zeigt neben seiner Dauerausstellung zur Geschichte der
Psychiatrie regelmäßig Sonderausstellung, in denen auch die so genannte „Outsider-Kunst“
eine große Rolle spielt.
„Dr. Schmidt“ ist bis zum 30. Januar 2022 mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr zu
sehen.

Aktuelles finden Sie auf der Homepage: www.kulturambulanz.de

 

 

Alle Daten


  • Sonntag, 28. November 15:00

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