Visualisierung Atrium (c) GEWOBA
Visualisierung Atrium (c) GEWOBA
Visualisierung Atrium (c) GEWOBA
GEWOBA baut in Osterholz-Tenever

GEWOBA und Bausenator legen Grundstein für das „Atrium-Haus“ an der Otto-Brenner-Allee

 

Bremen, 16. Mai 2018 – Rund zehn Jahre nach dem Stadtumbau in Osterholz-Tenever feiert die GEWOBA im Bremer Osten wieder einen Baubeginn. Gemeinsam mit dem Bausenator, Dr. Joachim Lohse, legte heute der GEWOBA-Vorstandsvorsitzende, Peter Stubbe, den Grundstein für das „Atrium-Haus“ im östlichsten Ortsteil Bremens. Auf der ehemaligen Rückbaufläche an der Otto-Brenner-Allee entsteht ein dreistöckiges Gebäude mit 28 geförderten Wohnungen sowie im Erdgeschoss eine Kita mit Platz für bis zu 90 Kinder.

Zusätzlich sind sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 42 geförderten Wohnungen auf dem rund 13.000 Quadratmeter großen Grundstück für den kinderreichen Stadtteil geplant. Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Neubau-Projekt beträgt rund 20 Millionen Euro. Das Atrium-Haus entstand im Rahmen des Architekturwettbewerbs „ungewöhnlich wohnen“ und wird nach den Plänen des niederländischen Architekturbüros Atelier Kempe Thill realisiert.

Bezahlbarer Wohnraum für Familien

 Die Grundrisse im Atrium-Haus sind auf die Bedürfnisse von Familien und Singles angepasst – von kleineren Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 45 Quadratmetern bis hin zu Fünf-Zimmer-Wohnungen mit 105 Quadratmetern. In den sechs 2- bis 3-stöckigen Mehrfamilienhäusern entstehen insgesamt 42 Zwei- bis Sechs-Zimmer-Wohnungen. Maisonette-Wohnungen für Familien mit bis zu 124 Quadratmetern bieten bis zu acht Personen genügend Platz. Einige Wohnungen eignen sich durch die Zimmergrößen speziell für Alleinerziehende oder ermöglichen das Leben mit mehreren Generationen unter einem Dach durch separate Wohnbereiche. Die Wohnungen verfügen über Loggien bzw. Balkone oder Terrassen, sind barrierefrei und größtenteils mit einem Aufzug zu erreichen. Die Wärmerzeugung erfolgt durch eine gasbetriebene Wärmepumpe in Kombination mit einem Eisspeicher -– einer innovativen Energiequelle, die die Kristallisationswärme nutzt. Die Wärmepumpe entzieht dem Eisspeicher seine Energie und lässt dadurch das Wasser gefrieren. Die daraus entstehende Energie wird in Wärme umgewandelt, die die Bewohner des Hauses nutzen können.

 

„Das Angebot an bezahlbaren und geförderten Wohnungen auszubauen, gerade auch für Familien, ist ein wichtiges Thema für die Stadt, das wir unterstützen. Mit der GEWOBA haben wir einen wichtigen Partner für die Umsetzung gefunden. Dass in OTe wieder gebaut wird, zeigt, wie beliebt der Ortsteil ist“, so Senator Dr. Joachim Lohse. Die Grundmiete der Wohnungen wird bei 6,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Im Vergleich zum durchschnittlichen GEWOBA-Mietpreis in Bremen von 5,91 Euro werden mit diesem Grundpreis auch im geförderten Wohnungsneubau breite Einkommensschichten erreicht. Beispielsweise findet eine fünfköpfige Familie mit einem jährlichen Brutto-Einkommen von bis zu 73.686 Euro hier ein attraktives und bezahlbares Angebot.

 

Ein neues Stück Tenever

 Kaum ein Ortsteil hat sich so stark gewandelt wie Osterholz-Tenever im Bremer Osten. Vom einstigen Problemviertel entwickelte sich das GEWOBA-Quartier OTe nach dem umfangreichen Stadtumbau zum beliebten und lebenswerten Familienviertel. „Die Menschen leben gerne hier und wissen die Vorzüge des Wohnortes zu schätzen: eine gute Anbindung an den ÖPNV, intakte Nachbarschaften sowie eine breite Palette von sozialen und kulturellen Angeboten und vielfältigen Sport- und Freizeitangeboten. Heute freuen wir uns über vollvermietete Wohnungen“, sagt Peter Stubbe. Diese Entwicklung ist nicht selbstverständlich. Durch Immobilienspekulationen verfielen schnell die Gebäude des in den 1970er Jahre gebauten Demonstrativbauvorhabens. Anfang der 2000er Jahre begann der Stadtumbau mit dem Ankauf der Gebäude, aus dem Eigentum Dritter. Durch den Abriss von über 900 Wohnungen wurde die Grundlage für das neue Quartier geschaffen. Mit offenen Blickachsen, hellen Plätzen und klaren städtebaulichen Strukturen. Eine wichtige Maßnahme war die neue Erschließung und Wegeführung im Zusammenhang mit den neuen großzügigen gläsernen Eingangsbereichen und Concierge-Logen. Alle Gebäude wurden modernisiert, die Wohnungen erhielten moderne Bäder und Küchen. Die Gesamtkosten für die Sanierung lagen bei 75 Millionen Euro.

 

Seitdem hat sich viel getan: Menschen mit 90 verschiedenen Nationalitäten leben hier friedlich und respektvoll miteinander. Vor allem Familien fragen nach geeignetem Wohnraum, denn sie wollen in OTe bleiben. Mit dem Atrium-Haus und den Mehrfamilienhäusern entsteht Wohnraum für das Quartier, in dem die Mieter verwurzelt sind und sich wohl fühlen. „Wir schaffen Wohnungstypen und -grundrisse sowie Qualitäten, die wir hier bisher kaum anbieten, die aber stark nachgefragt werden. Somit profitieren unsere langjährigen Quartiersbewohner, z.B. wenn sich deren familiäre Situation verändert hat, sie in ihrem gewohnten Umfeld jedoch bleiben möchten“, ergänzt Peter Stubbe. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Herbst 2019 geplant.

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